Homepage of Carmelita & Günter

Start dieser Homepage. Januar 2007

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Günters History & Weltanschauung

Im April 1954 wurde ich  in Kottspiel, einem bis heute sehr frommen Ort geboren. Wenn zum Beispiel die Kirchenglocken abends zum Gebet läuteten und wir Kinder noch draußen spielten so mussten wir uns auf der Straße niederknien und beten. Die Kindheit verlief weitgehend ohne Fernsehen sehr abenteuerlich. Das Fernsehen beschränkte sich auf die Sonntagnachmittage im Ochsen und zum Grünen Baum mit Sendungen wie Augsburger Puppenkiste, Lassie, Fjury, Rintintin, und die kleinen Strolche. Die andere Zeit waren wir meistens im Freien entweder an der Bühler, auf den Feldern oder im Wald unterwegs. Das wohl erste Ereignis an das ich mich erinnern kann war dann auch an der Bühler. Ich war vielleicht gerade mal 3 oder 4 Jahre alt und konnte noch nicht schwimmen. Ich spielte unterhalb des Wehrs auf einer Sandbank während die älteren Kinder weiter vorne badeten. Die Sandbank war von oben nicht einsehbar und so kam es dass eine Tante von dort nach mir rief: "Wo ist denn das Günterle?" Ich wollte mich natürlich zeigen, rannte vor ins Wasser, vorbei an meinem größeren Bruder Werner, und vergaß dabei dass ich mich nur ganz vorne im Wasser aufhalten durfte. Ich werde wohl nie vergessen wie ich den Boden unter den Füßen verlor, auf einmal voll unter Wasser war und wie es mit mir immer wieder auf und ab ging. Ich hörte nur noch ein Rauschen und in weiter Ferne Schreie, aber an Luftnot oder Angst kann ich mich nicht erinnern. Werner gelang es dann mich aus dem Wasser zu ziehen, aber ich konnte nicht verstehen warum ich auf einmal im Mittelpunkt stand und wie sich alle um mich sorgten. Es war vermutlich das erste mal dass ich von einem Schutzengel hörte. Dies zog sich durch meine Kindheit wie ein roter (weißer) Faden. Der Schutzengel ist ja bekanntlich weiß. Ich kann mich da noch genau an das Bild über meinem Bett erinnern auf dem ein Schutzengel seine Hand über einen kleinen Jungen hält. Für mich war das bald mein Schutzengel mit dem ich eine besonders enge Beziehung einging. Er gehörte zu meiner Kindheit wie Jesus und Maria. Ja, als Kind war ich sehr gläubig und betete viel. Ich kann nicht leugnen dass es mir gut tat zu beten und auch nach der sonntäglichen Kirche fühlte ich mich immer so fröhlich und glücklich. Es war ein schönes Gefühl. Trotzdem hege ich heute große Zweifel am christlichen Glauben. Aber nicht nur an Diesem, doch dazu später noch mehr. Zunächst möchte ich noch ein paar Anekdoten zu meiner Kindheit bringen (solange ich mich noch erinnern kann).

Fortsetzung folgt